Therapie

Die Heilung von körperlicher Krankheit

Gkeichgewicht wiederfinden

 

Die Sumerer besaßen ein umfangreiches und differenziertes Gesundheitswesen, in dem der Allgemeinarzt wie der Chirurg, der Beschwörer wie der Seher seinen unangefochtenen Platz hatte. Die Chirurgen operierten mit feinsten Instrumenten aus Bronze, die durchschnittlich 20,9 g wogen[1]. Die Allgemeinmediziner arbeiteten mit Brei- und Pflanzenumschlägen, Säften, Tees, Tinkturen auf alkoholischer oder wässriger Basis, gleichwohl auch mit Pulvern organischer, mineralischer und chemischer Herkunft, mit Einläufen, Zäpfchen und Räucherungen. Getrennt von der Humanmedizin war der Bereich der Veterinärmedizin, den es tatsächlich ebenfalls gab und der sich in "Rinder- und Eselärzte" [2] (das Pferd war noch nicht domestiziert) sowie die Kleintiermedizin gliederte. Es gab festangestellte Ärzte bei den Städten oder am Palast, aber ein Großteil der Ärzteschaft war freiberuflich tätig. Ihre "Gebührenordnung" konnten sie jedoch nicht standesrechtlich unter sich beschließen, sondern sie wurde durch Gesetze über das Heilwesen vom Staat festgelegt. Zugleich wurden hier auch die Strafen für ärztliche Kunstfehler festgeschrieben, die den Arzt in einzelnen Fällen äußerst hart treffen konnten. Ein großer Teil der sumerischen Ärzteschaft kam ursprünglich aus dem Priestertum.

Auch wenn hier von den erstaunlichen Errungenschaften
der Sumerer die Rede ist, geht es doch um eines:
Sumerische Heilmethoden neu entdecken und zum Vorteil
heutiger Menschen heilbringend anwenden.

Es ist so bedenklich wie bezeichnend, dass der Mensch schnell vergisst und sich der Ursprünge seiner kulturellen Techniken kaum bewusst ist, selbst wenn er Fachgelehrter ist. So schreibt der französische Assyriologe Lenormant[3] noch 1878 über den Stellenwert der mesopotamischen Medizin:

"Die Medizin war hier keine empirisch-rationale Wissenschaft wie in Griechenland, sondern nur ein Nebenzweig der magischen Künste. Ihr Verfahren bestand allein in Beschwörungen, Exorzismen und in der Anwendung von Zaubertränken, wodurch allerdings nicht ausgeschlossen wird, daß man sich bei Zubereitung dieser Heilmittel nicht auch einer Anzahl Substanzen bediente, deren Heilkraft die Erfahrung gelehrt hatte."

Später fand man dann doch eine Vielzahl Rezepte[4] die unserer heutigen Auffassung von Medizin eher entsprachen, und die Fachautoren konstatierten: In der sumerischen Kultur entwickelte sich sehr wohl eine rationale Medizin; wenngleich sie noch begleitet war von irrationaler Magie und religiösen Heilversuchen. Diese Schlussfolgerung erwies sich jedoch als falsch. Vielmehr zeigte sich, dass es unangemessen war, vom heutigen Verständnis der Dinge her - wie es in unserem Bewußtsein selbstverständlich verankert ist - Urteile über eine Zeit zu fällen, die 5000 Jahre zurückliegt. In Wirklichkeit muss man die mesopotamische Medizin im besten Sinne als ganzheitlich betrachten. Vereinfacht kann man die Prämisse der gesamten altorientalischen Heilkunst so zusammenfassen:
 
 
Wenn Gottes Segen nicht auf ihnen ruht,
 
 sind Medizin und Arzt vergebens.

 

In den letzten Jahrzehnten hat die altorientalistische Forschung große Fortschritte im Übersetzen der medizinischen Texte Mesopotamiens gemacht und viel zum Verständnis der Zusammenhänge zwischen "rationaler" Medizin, religiösem Überbau und magischem Handeln beigetragen. Wir haben die diesbezüglichen Publikationen getreu zur Grundlage eines Prozesses gemacht, den wir als Wiederauferstehung der sumerischen Heilkunst bezeichnen. Das kontinuierliche Fortschreiten dieser Entwicklung befähigt uns heute, vielen Kranken eine heilende Antwort geben zu können. Unsere Dienstleistungen umfassen eine jeweils individuelle, sorgfältige Kombination von Ritualen und Arzneien (im sumerischen Sinn, nicht im Sinn der gegenwärtigen Arzneimittelverordnung!), die durch die Autorität sumerischer Geistwesen und die Kraft ihrer Medizin stark und enorm heilsam wirken können. Ein Heilungsversprechen können wir aber nicht abgeben, denn es hängt von vielen Faktoren ab - nicht zuletzt von der Bereitschaft und Akzeptanz des Klienten - ob Heilung gelingt oder nicht. Zudem gilt: Wir können nur dann für Sie heilerisch tätig sein, wenn Sie sich wegen Ihrer gegenwärtigen Krankheit auch in ärztlicher Behandlung befinden (zumindest, wenn diese als behandlungsbedürftig eingeschätzt wird). Lesen Sie bitte hierzu auch die FAQ zu unseren Heilmethoden. Ob Ihre Heilung dann letztlich auf die sumerische Therapie oder die Intervention Ihres Arztes zurückzuführen ist - diese Beurteilung dürfen Sie selbst vornehmen.

Wenn Sie erwägen, sich in eine Heilbehandlung im sumerischen Sinn zu begeben, sollten wir darüber reden. Es entstehen Ihnen dabei zunächst keine Kosten. Nachdem wir wissen, was für Sie zu leisten wäre, werden wir Ihnen einen verbindlichen Kostenvoranschlag zukommen lassen - der selbst natürlich auch kostenlos ist - dann können Sie sich entscheiden. Die von uns berechneten Kosten stellen lediglich einen Ersatz unseres eigenen Aufwands dar, denn wir arbeiten als gemeinnütziger Verein nicht gewinnorientiert. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören! Benutzen Sie bitte unser Kontaktformular.

 

[1] Stefan Maul, "Die Heilkunst des Alten Orients", in Medizinhistorisches Journal 36(2001), Urban & Fischer Verlag
[2] Codex Hammurapi
[3] Francois Lenormant, 1837-1883
[4] Sogenannte Kujundschik-Sammlung im Britischen Museum London, bestehend aus 20.000 Tontafeln der Bibliothek des Assyrerkönigs Assurbanipal (668-626 v. Chr.) aus Ninive.
 
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